Samstag, 3. September 2011

Vor dem Nächsten – Liebe dich selbst!



Wer kennt es nicht  - 3. Mose 19,18 „…Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst…“
 
Grundsätzlich eine ganz hervorragende Sache... so positiv, freundlich und selbstlos.

Wie stellt man sich nun also Nächstenliebe vor?!
Sprechen wir hier einfach nur von einem „Geben ist seliger denn Nehmen“ oder hat es noch was ganz anderes auf sich mit der Nächstenliebe?!


Es gilt also erst mal eine Definition davon zu bekommen, bevor man daher geht und einfach jeden Nächsten liebt ;-)

Es handelt sich bei dieser Form von Liebe um die selbstlose Hilfsbereitschaft gegenüber anderen Menschen.
Die eigenen Bedürfnisse sollen in den Hintergrund gestellt werden und man soll sich Anderer annehmen. Vorzüglich wäre man frei von Vorurteilen, denn wie will man einem Menschen mit Nächstenliebe begegnen, wenn man an Voreingenommenheit leidet?! 


In diesem Sinne ist also sicher, dass Nächstenliebe etwas ist was völlig unabhängig von Sympathie einhergeht.

 

 

 

 

Es bedarf einer großen Hand voll Respekt und Anerkennung sowie Rücksichtnahme, Verantwortung und Entgegenkommen für das Gegenüber. Gutmütigkeit, Warmherzigkeit und Sanftmut sind ein Grundstein für das Vorhaben von Humanität. Gnade und Güte wären ebenfalls Eigenschaften, die man der Nächstenliebe zuschreiben sollte.

 

 

Bei genauem Hinsehen wird einem die Bedeutung des Wortes deutlich und es sollte einem bewusst werden, wie viel Arbeit an sich selbst notwendig wird, welche sicherlich das ganze Leben lang bedarf.
All diese Eigenschaften vereinen wir Menschen im Grundprinzip in uns. Aufgrund von unterschiedlichen Prägungen und natürlich eigenen Entscheidungen sind viele von uns in diese Richtung sehr abgestumpft. Oder besser noch – manche der Eigenschaften sind uns leider völlig fremd geworden. 

 

 

 

                         

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Endeffekt, so erscheint es mir, beginnt also der Weg zur Nächstenliebe an seinem Startpunkt – der Selbstliebe! Bekanntlich ist ja auch der Weg das Ziel und in der Regel startet man…am Anfang.

 

So gibt es jene Menschen, die selten nehmen und nur geben. Menschen, die sich verausgaben nur um es anderen recht zu machen…einiges auf sich nehmen nur, um andere glücklich zu machen. Und als ein solcher Mensch lernt man schnell, wie hart es ist wenn man immer stetig auf der Seite des Gebers ist, doch nie oder gar selten auf der Seite des Nehmers steht.
 

So geht es nicht darum, hohe Ansprüche oder gar Forderungen zu haben.
Aber was denkt ihr, wie fühlt man sich, wenn man alles für andere gibt und nicht mal ein Danke dafür erhält oder eine kleine Aufmerksamkeit um einfach gezeigt zu bekommen, dass man geliebt wird?! Geliebt zu werden ist in meinen Augen ein Grundbedürfnis.

 

An Nächstenliebe mangelt es mir absolut nicht! Natürlich habe auch ich negative Seiten und bin nicht in der Lage immer und überall Vorurteilsfrei zu urteilen. Gnade ist auch etwas, was mir wirklich schwer fällt in Anbetracht mancher Vorgeschichten…
Aber Grundsätzlich halte ich mich doch für einen Menschen, der anderen gegenüber stets mit Respekt und Höflichkeit gegenüber tritt. Jemand, der immer Hilfsbereit, großzügig und freundlich Menschen entgegenkommt und seine eigenen Bedürfnisse hinten anstellt!

 

Wie oft fällt es uns schwer, uns etwas Gutes zu gönnen?! Wie oft sagen wir denn Nein, wenn wir von anderen etwas gefragt werden?! Wie oft sind wir frei von Sorgen und Ängsten?!


Meiner eigenen Person fällt es laufend schwer, mir etwas Gutes zu tun. Oft hat man einfach ein schlechtes Gewissen, wenn man doch mal lieber einen Film schaut, als das Wohnzimmer zu putzen. Ich schlage niemandem etwas aus und sage so ziemlich immer ja – man will ja sein Gegenüber nicht verletzen. Und ja…ICH bin noch lange nicht frei von Depression  und Angst darüber, was mich jeden Tag aufs Neuste erwartet.

Meine Aufgabe also für die nächsten Wochen – Liebe dich selbst!!!



 

Until you love you

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